Eine verzerrte und überzogene Darstellung

Posted on 11. Juli 2009 von

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Es ist unbestritten, dass wir in den auf uns zukommenden sich verschärfenden Klassenkämpfen eine feste, auf marxistisch-leninistischen Positionen stehende kommunistische Partei brauchen und das einheitliche Handeln der Kommunisten eine entscheidende Rolle spielen wird. Die Idee, um auf diesem Weg voranzukommen, eine „Kommunistische Initiative“ als Sammel-und Organisationspunkt zu bilden, scheint einleuchtend. Das umso mehr, wenn dabei ein „längerfristiger Prozess“ in Auge gefasst wird, von einem „Schritt vorwärts“ die Redei st, indem „die Bedingungen für die Formierung einer einheitlichen marxistischleninistischen Partei in Deutschland“ geschaffen werden sollen.

Wie dieser Prozess vor sich gehen soll, bleibt m. E. in dem Aufruf vage. Einige weitergehende Gedanken äußert Frank Flegel dazu in seinem Beitrag „Bedingungen und Möglichkeiten einer kommunistischen Initiative in Deutschland“ (offensiv, Heft 9/2008).Fest scheint mir zustehen, dass gegenwärtig und wohl auch in naher Zukunft die Gründung einer von der Initiative angestrebten neuen kommunistischen Partei nur die in unserer kommunistischen Bewegung bestehende Spaltung vertiefen würde. Frank betont, an die „Bildung einer weiteren Splittergruppe“ sei nicht gedacht. (…)

Die DKP wird in dem Aufruf zwar als „formal stärkste unter den kommunistischen Formationen“ anerkannt, aber, wie bereits in der „offensiv“-Debatte nach der Annahme des neuen Parteiprogramms, in einer Art und Weise attackiert, die dem Anliegen des Aufrufs zuwiderläuft. Wenn es heißt, die DKP trabe objektiv der Entwicklung der PDS/Linkspartei/Die Linke hinterher, so halte ich das einfach für eine verzerrte und überzogene Darstellung.

Gerhard Feldbauer, Poppenhausen

Anmerkung der Redaktion: Dieser kurze Text von Gerhard Feldbauer ist ein Auszug aus einer längeren Stellungnahme, die er in „offensiv“ Nummer 10 im Dezember 2008 veröffentlicht hat und uns freundlicherweise zugesandt hat.

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