DKP Bremen konstituiert sich neu!

Posted on 9. September 2010 von

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von Gerd-Rolf Rosenberger

„Wer sich befreien will, braucht Genossen. Wer Kraft entfalten will, muss sich organisieren.“

In Bremen-Nord war die Neukonstituierung der DKP überfällig, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass Genossinnen und Genossen aktiv dabei waren, als sich im Oktober 2001 das überparteiliche Friedensbündnis „Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg“ im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus gründete. In dieser Friedensinitiative arbeiten regelmäßig unsere Genossinnen und Genossen aktiv mit; jeden Freitag finden Friedenskundgebungen statt — am 20. August 2010 hatten wir bereits die 430. Kundgebung. Zurzeit werden Spenden gesammelt für die Elektrifizierung von Ärztehäusern mit Solarenergie in den Bergregionen bei Havanna.

Im März 2009 konstituierten wir uns endlich als DKP Bremen-Nord. Die erste Mitgliederversammlung wurde von insgesamt 17 Genossinnen und Genossen sowie Sympathisanten besucht. Im Schnitt kommen zwölf Menschen zu unseren Mitgliederversammlungen. Im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus führen wir monatlich zwei öffentliche Veranstaltungen durch, außer der öffentliche MV auch einen Film-fünf Genossinnen und Genossen eine abend. Das „Lied der Matrosen“ und „Ich war 19″ wurden unter anderem gezeigt. Zu Beginn der Mitgliederversammlung diskutieren wir ausführlich die aktuellen politischen Themen. Der Tagesordnungspunkt „Aktionen“ spielt dann eine zentrale Rolle. Von der Verankerung in der Friedensarbeit habe ich bereits gesprochen; der wichtigste Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit sind die monatlich am Samstagvormittag stattfindenden Informationsstände. Bücher werden zum Kauf angeboten, die Werke von Marx, Engels und Lenin sind auf dem Tisch zu finden, die Junge Welt und T&P sowie CDs, aber auch eine große Thermoskanne mit Kaffee, die wir bei Diskussionen kostenlos anbieten. Wir verkaufen die UZ, verteilen Flugschriften, z. B. zur reaktionären Gesundheitsreform, sammeln Unterschriften für den Erhalt der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte und Spenden für die Internationale Solidarität. Hilfe für die Opfer des Gaza-Kriegs in Form des Solidaritätsprojekts der DKP mit der Demokratischen Volksbefreiungsfront Palästinas ist hierbei unser Schwerpunkt.

In diesem Jahr werden wir noch insgesamt sechs öffentliche Mitgliederversammlungen und vier Filmabende durchführen. Es ist erfreulich, dass % Genossinnen und Genossen eine Fördermitgliedschaft mit der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Hamburg beantragt haben. 35 Euro wurden auf das Solikonto überwiesen. Die kontinuierliche Teilnahme von Sympathisanten am Gruppenleben unserer Partei wird die DKP in Bremen-Nord befähigen, neue Mitglieder zu gewinnen und es endlich zu schaffen, regelmäßig ein kommunalpolitisches Flugblatt herauszubringen. Wir wollen damit u. a. einen wichtigen Beitrag leisten zum Abbau des massiven Antikommunismus.

Die Kontinuität unserer politischen Arbeit vor Ort („Mensch, Euch gibt’s ja noch“), unser konsequentes Eintreten für die Interessen der Arbeiterklasse, für die Hartz-IV-Bezieher, für die Entrechteten insgesamt, werden uns einen großen Schritt nach vorne bringen und haben uns im Stadtteil und bei den regelmäßig stattfindenden Info-Ständen mit Büchertisch bekanntgemacht und uns Sympathisanten zugeführt! Bertolt Brechts Zeilen sind uns Kommunistinnen und Kommunisten dabei immer allgegenwärtig: „Und was immer ich auch noch lerne, das bleibt das Einmaleins: Nichts habe ich jemals gemeinsam mit der Sache des Klassenfeinds.“

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