Richtigstellung

Posted on 8. Januar 2011 von

0


In einem Artikel in Theorie und Praxis Nr. 22 vom September 2010 habe ich unter dem Titel „DKP und Linkspartei: Den kommunistischen Charakter der Partei verteidigen“ geschrieben: „Es kommt zu so „seltsamen“ Erscheinungen wie der, dass Mitglieder der DKP zugleich Mitglied der Linkspartei sind, dass sich selbst führende Genossen auf eigene Faust um die Mitgliedschaft in der Linkspartei bewerben (und sich auch noch der Demütigung einer Abweisung aussetzen), dass Funktionäre der Partei „sang- und klanglos“ in die Linkspartei überwechseln, ohne dass die Parteiführung dies zum Gegenstand einer Debatte macht.“ Besagten Artikel habe ich auch in meinem Blog http://kritische-massen.over-blog.de veröffentlicht.

Genosse Leo Mayer hat daraufhin per E-Mail einen Widerruf verlangt: „Ich bitte Dich, Namen für die Behauptung, dass sich führende Genossen um Mitgliedschaft in der Linkspartei bewerben, zu nennen; ebenfalls die Behauptung, dass Funktionäre sang- und klanglos zur Linkspartei überwechseln, mit Namen zu belegen oder in dem Artikel einen Widerruf einzufügen. Ansonsten müsste ich davon ausgehen, dass Du mich damit meinst, denn der Kreis der „führenden Genossen“ ist relativ überschaubar.

Ich würde mich gezwungen sehen, noch vor dem Parteitag Schritte einzuleiten, die zur Klar- oder Richtigstellung Deiner Behauptungen beitragen wür-den.“ Leo Mayer erläuterte mündlich, er habe sich nie um Aufnahme in die Linkspartei beworben. Vielmehr sei er Mitglied einer ihrer Vorgängerorganisationen, der WASG, gewesen.

In meinem Artikel ging es nicht um Personen, sondern um das Verhältnis zur Linkspartei. Was „führende Genossen“ betrifft, kann ich meine Behauptung, mit Ausnahme eines schon länger zurückliegenden Falles, nicht mit Namen belegen. Meine Formulierung war daher angreifbar und damit ein Fehler. Was Doppelmitgliedschaften betrifft, ist das belegbar und aktuell.

Es geht aber nicht um Personen, sondern um die Linie unserer Partei gegenüber der Linkspartei. Die damit verbundenen und in meinem Artikel angesprochenen Gefahren bestehen. Sie sind mit dem 19. Parteitag auch nicht erledigt. Der Parteitag hat aber die Bedingungen verbessert, gegen sie anzugehen. Das muss getan werden.

Advertisements