Leserbrief von Wolfram Triller

Posted on 3. Juni 2013 von

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hazuMit großem Interesse verfolgen organisierte und nicht organisierte Kommunisten (…) die Ergebnisse des DKP-Parteitags (…)

Im Februar haben wir uns bei einer Veranstaltung der Regionalgruppe Dresden des Rotfuchs getroffen. Erika Baum aus Berlin hat über „ Faschismus gestern und heute“ referiert. In ihren Schlussbemerkungen hat sie ihre Freude darüber ausgedrückt, wie gut es ihr getan hat, mit einer Gruppe von über 50 Gleichgesinnten diskutieren zu können.

Nach dieser Veranstaltung haben wir uns in einer kleineren Gruppe weiter beraten, wie wir ein noch besseres Zusammenwirken von organisierten und nicht organisierten Kommunisten erreichen können.

Ausgangspunkt war der einhellige Wunsch aller Anwesenden nach einer starken kommunistischen Partei in Deutschland. Auf die Frage, warum die parteilosen Anwesenden nicht als ersten Schritt der DKP beitreten, lautete tendenziell die Antwort: Wir sind wegen der reformistischen Positionen aus der `Partei des Demokratischen Sozialismus´ (PDS) ausgetreten. Die DKP hat mit ihrem Parteitag zwar einen richtigen Schritt zur Stärkung marxistisch-leninistischer Positionen getan, noch aber fehlt der Partei ein Konzept für das Zusammenwirken der Kommunisten, die in verschiedenen Organisationen und Bewegungen aktiv, aber nicht Mitglieder der DKP sind.

Obwohl in der weiteren Debatte von allen die Forderung erhoben wurde, dass eine kommunistische Partei auf dem Boden des Marxismus-Leninismus stehen muss, wurde aber sehr schnell deutlich, dass bei konkreten Fragen sehr unterschiedliche Auffassungen darüber bestanden, worin eine marxistisch-leninistischen Position besteht. Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde die Position des „Kommunistischen Aktionsbündnisses Dresden“ (KAD) unterstützt, dass das Zusammenwirken der Kommunisten mehrere Schritte erfordert:

• Verständigung über die Schwerpunkte der Klassenauseinandersetzung,

• aktive Teilnahme an den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen vor Ort,

• Einbringen der kommunistischen Position in gesellschaftliche Bündnisse und außerparlamentarische Bewegung,

• Auswertung und theoretische Verallgemeinerung der im Kampf gewonnenen Erfahrungen und

• Vervollkommnung der Formen für das Zusammenwirken von Kommunisten.

Da die DKP-Ortsgruppe Dresden Partner in unserem Bündnis ist, werden wir gemeinsam darum ringen, die Kampfkraft der DKP zu stärken.

In einer zweiten Rotfuchs-Veranstaltung mit Erika Baum zur Auswertung des DKP-Parteitags wurde die begonnene Debatte vertieft. Vielen wurde dabei bewusst, dass für das Zusammengehen von Kommunisten zuerst die Bereitschaft notwendig ist zuzuhören, eigene Standpunkte kritisch zu hinterfragen und den Zusammenhang mit der konkreten gesellschaftlichen Praxis herzustellen.

Mit solidarischen Kampfesgrüßen

Wolfram Triller

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