Eine Antwort “Zu einigen Unterstellungen und Unwahrheiten gegenüber der KKE”

Posted on 10. Juni 2013 von

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kkeovon Udo Paulus zu llias Mertz

Der Genosse Ilias hat völlig Recht, dass die PAME keine Gewerkschaftsfraktion der KKE ist.

Sie wurde 1999 von klassenbewussten Teilen der griechischen Arbeiterklasse als eigenständige Gruppe unter dem Dach der GSEE (privater Sektor) und der ADEDY (öffentlicher Sektor) gegründet. Und es waren selbstverständlich Kommunisten/innen, die den wesentlichen Anschub gaben und auch heute über maßgeblichen Einfluss verfügen.

Die organisierte Gewerkschaftsbewegung war von der Junta zerschlagen worden. Mit der Installierung einer formal demokratischen bürgerlichen Demokratie nach 1974 wurden die Dachverbände staatlich neu strukturiert und in die Abhängigkeit der jeweiligen Regierungen genommen. An der Basis war die gewerkschaftliche Bewegung wie eh und je sehr zersplittert, und sie ist es bis heute. Die regierungsamtliche Funktion der Dachverbände ist, die Basismobilisierung einzudämmen und ggf. zu kanalisieren. Mit der Gründung der PAME gibt es innergewerkschaftlich in Griechenland erstmals wieder nach der Junta-Zeit eine Kraft, die versucht, die Zersplitterung auf der Basis der Klassenorientierung zu bündeln, zu einer Massenmobilisierung der vereinten Arbeiterklasse zu führen, den Opportunismus und die Regierungsabhängigkeit zurückzudrängen. Auf dieser Grundlage beteiligt sich PAME an den Vertreterwahlen der Dachverbände, bekämpft deren Verletzungen basisdemokratischer Prinzipien und versucht, die Mehrheiten in Richtung einer bewussten Klassenfront zu verändern. Ihr örtlicher, regionaler und landesweiter Einfluss steigt ständig, wenn auch mitnichten sprunghaft. So gelang es PAME unlängst erstmals bei den Wahlen zur Besetzung des Athener Regionalgewerkschaftszentrums (Ergatiko Kentro) die meisten Stimmen zu gewinnen.

Verweisen möchte ich abschließend auf den umfangreichen Artikel zu PAME in der UZ vom 15.10.2010.

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