KKE: Das Volk muss seine eigene Fahne hochhalten

Posted on 19. September 2013 von

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kflvon Dimitris Koutsoumbas

Dutzende politische und kulturelle Veranstaltungen, die in allen großen Städten Griechenlands abgehalten wurden, gipfeln diese Woche in den Veranstaltungen des 39. Festivals der KNE und des „Odigitis“ (Zeitung der KNE) in Athen (am 19., 20., 21. September). Am Abend des Samstags 14. September hielt in Thessaloniki der Generalsekretär des ZK der KKE Dimitris Koutsoumbas eine Rede vor einer großen Versammlung tausender Jugendlicher und Menschen jeden Alters, die in dieser Stadt die Veranstaltungen des 39. Festivals der KNE und des „Odigitis“ abschlossen.

Dimitris Koutsoumbas sagte unter anderem: „Heute Abend und hier treffen sich im Motto des Festivals ‚Ändere die Welt – sie hat es nötig‘ die Ängste, Sorgen und Probleme der jungen Generation auf die revolutionäre Perspektive der KKE, des Sturzes und des Sozialismus. Genau deswegen schafft es das Festival, egal wie viele Jahre seit seinem Beginn vor etwa vier Jahrzehnten vergangen sind, immer aktuell zu sein, weil der politische Vorschlag der KKE aktuell und notwendig ist und weil der Sozialismus aktuell und notwendig ist. Und noch aktueller und notwendiger ist es, die Jugend für diese Sache zu gewinnen“.

Der Generalsekretär des ZK der KKE analysierte die Probleme der jungen Generation und betonte unter anderem, dass „es keine volksfeindliche Maßnahme gibt, noch eine Entscheidung oder Richtlinie, die nicht auf die Jugend zielt, die Kinder der Familien aus der Arbeiterklasse und dem Volk, die jungen arbeitenden Menschen“. Er unterstrich, dass „heute für das Volk und die Jugend viele weitere Beweise existieren, dass das kapitalistische Ausbeutersystem nicht humaner oder besser wird. Weder kann es eine Rückkehr zu einer vergangenen Epoche der Verwaltung des Systems mit dem „Sozialstaat“ geben, wie einige fantasieren, wo es ein vergleichsweise besseres Lebensniveau gab, auch wenn es schon damals weit hinter den wirklichen zeitgemäßen Bedürfnissen der Menschen zurücklag.

Heute zeigt der Ausbruch der kapitalistischen Krise, die sich fortsetzt und deren weiterer Verlauf von niemandem vorhergesagt werden kann, die historischen und überholten Grenzen eines Systems, das verfault ist und überwunden werden muss“.

D. Koutsoumbas erwähnte zudem, dass „Griechenland bedeutende Entwicklungsmöglichkeiten hat. Es hat konzentrierte Produktionsmittel, große Unternehmen, erfahrene Facharbeitskräfte, wissenschaftlich-technisches Personal, natürliche Reichtümer und Rohstoffquellen, es könnte also einen anderen Entwicklungsweg gehen und die heutigen Bedürfnisse des Volkes befriedigen“. Er rief das Volk dazu auf, die Pläne einer anderen, angeblich „besseren“ Verwaltung des Kapitalismus zurückzuweisen, die ihm andere politische Kräfte wie der SYRIZA andrehen wollen, die, wie er sagte „sich in eine aus der nahen Vergangenheit bekannte, mit der PASOK identische Sozialdemokratie verwandelt, also in eine authentische Repräsentantin der Interessen bestimmter Teile der Plutokratie“.

Der Generalsekretär des ZK der KKE rief das Volk dazu auf, „seinen eigenen, selbständigen Weg zu gehen, sich nicht unter die Fahne des gefräßigen Kapitals und seiner politischen Bediensteten zu stellen. Es soll seine eigene Fahne erheben, auf der steht: einseitige Streichung der Schulden, Herauslösung aus der EU, Vergesellschaftung der Monopole, Arbeiter- und Volksmacht, eine andere Organisation und Zusammensetzung von Gesellschaft und Staat, die grundlegend anders sind und nichts mehr mit Krieg und Krise zu tun haben. Es soll die Fahnen erheben, auf denen stehen wird: Unsere Zukunft ist nicht der Kapitalismus, die neue Welt heißt Sozialismus.“

Er betonte, dass „der Bruch, die organisierte Konfrontation mit den Monopolen und dem kapitalistischen System, mit dem Staat und ihrer Herrschaft, mit der kapitalistischen Arbeitgeberschaft an den Arbeitsplätzen, mit den imperialistischen Organisationen EU und NATO, den heutigen Inhalt des Kampfes für radikale Veränderungen und den Sturz darstellen.

Alle anderen Wege sind Sackgassen, sie bezwingen das Volk in eine Löwengrube. Regierungen, die sich innerhalb der Schranken der EU und des kapitalistischen Systems bewegen, wie sie sich auch immer nennen mögen („links“, „fortschrittlich“, „Anti-Memorandum- oder „Rettungsregierungen“ usw.) täuschen was vor. Das einzige, was sich ändern wird, ist der Manager, der immer wieder dem Volk die Abrechnungen schicken wird.“

Er bezog sich auch auf das Nazigebilde namens Chrysi Avgi („Goldene Morgenröte“) und bezeichnete es als „einen Auswurf des Systems, das seine schwarze Fratze zeigt“.

Ihr mafiöser und feiger Angriff auf Mitglieder der KKE in Perama, gegen arbeitende Menschen und Gewerkschafter der Schiffsbau-Zone bestätigt das, was schon bekannt ist. Dass die Anhänger der „Chrysi Avgi“ nichts als Lakaien, Instrumente, Kettenhunde der großen Bosse sind. Diese sind es, die Reeder und großen Auftragnehmer, die schon seit Jahren die klassenkämpferischen Gewerkschaften des Gebiets und die PAME ins Fadenkreuz nehmen. Sie hegen und pflegen die „Chrysi Avgi“, sowohl in Perama als auch anderswo. Es geht ihnen um die Schaffung von „Sturmabteilungen“, nicht nur gegen die Migranten, sondern gegen die arbeitenden Menschen, die Arbeiter- und Volksbewegung, den Kampf des Volkes“. Der Generalsekretär des ZK der KKE rief das Volk und die Jugend dazu auf, an jedem Arbeitsplatz, in jeder Schule, in der Nachbarschaft, an jedem Jugendtreff die Faschisten zu isolieren.

D. Koutsoumbas sprach auch über den möglichen Ausbruch eines neuen imperialistischen Kriegs und eine wahrscheinliche Beteiligung Griechenlands an einem umfassenderen Krieg. Er betonte, dass „es keine falschen Hoffnungen wegen der Übereinkunft der USA und Russlands über die Kontrolle der Chemiewaffen geben dürfe. Die Vorwände für den Angriff werden weiterhin bestehen, wie es auch weiterhin die verschärften Widersprüche um die Kontrolle der Energiequellen und Transportrouten gibt, die zu kriegerischen Zusammenstößen führen.

Es stimmt voll und ganz, dass ‚der Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln‘ ist. Wenn das System, die herrschende Klasse ihren räuberischen Interessen auf andere Weise nicht mehr dienen kann, nimmt sie Zuflucht zum offenen Krieg. Auch das hat sich historisch sehr oft erwiesen.

Lasst uns nicht vergessen, dass es vor den beiden letzten Weltkriegen große kapitalistische Krisen von globalem Ausmaß gegeben hatte.

Die Parteien, die die verschiedenen provokatorischen Pläne und Vorwände übernehmen und mal den imperialistischen Krieg, mal den imperialistischen Frieden vertreten, die nur zwei Seiten derselben Medaille sind, müssen verurteilt werden.

Die Beteiligung der griechischen Regierungen an solchen Plänen bedient die Interessen des griechischen Kapitals, einen Teil aus der Verteilung der Märkte zu bekommen, also aus dem Raub, der auf Kosten der Völker stattfindet“.

Der Generalsekretär des ZK der KKE stellte grundlegende Aspekte des politischen Vorschlags der KKE vor und betonte, dass der Grund dafür, dass die sozialistischen Gesellschaften in der UdSSR und den anderen Ländern nicht standgehalten haben, darin besteht, dass dort „leider der Sozialismus anfing, seine Probleme mit den überholten Rezepten des Kapitalismus und des berüchtigten ‚Marktes‘ zu lösen“.

Er rief die Jugendlichen dazu auf, „den politischen Vorschlag der Kommunisten zu unterstützen, die KKE, die KNE und das Volksbündnis zu stärken, damit unser Land und die arbeitenden Menschen von dem kapitalistischen Privateigentum befreit werden, von den parasitären Ausbeutern“. Er betonte, dass „der Sozialismus aktuell und notwendig denn je ist“.

Quelle: de.kke.gr

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