DKP: Runter mit den Stunden

Posted on 18. Oktober 2013 von

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cover-avzNeue Broschüre der DKP zur Arbeitszeitverkürzung

Neu erschienen ist jetzt eine Broschüre der DKP, mit der sie Position bezieht für eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Die Broschüre gibt es hier als PDF-Download. Die Printversion kann beim Parteivorstand bezogen werden. Wir veröffentlichen im folgenden das Editorial des Verantwortlichen für Betriebs- und Gewerkschaftspolitik im Parteivorstand, Olaf Harms.

Das Kapital auf seiner Jagd nach Profit, Extraprofit und Monopolstellung muss und will uns ausbeuten – am liebsten grenzenlos. Niedrige Löhne und lange Arbeitszeiten prägen unser Leben.

Aber die Geschichte des Kapitalismus ist auch eine Geschichte des Kampfes zur Verkürzung des Arbeitstages. Beschränkung der Ausbeutungszeit, also Verkürzung der Arbeitszeit, ist ein Schritt zur Humanisierung der Arbeit. Und die Notwendigkeit der Arbeitszeitverkürzung (AZV) ist heute aktueller denn je.

Deshalb hat die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) im März 2013 auf ihrem Parteitag beschlossen, die Diskussion um eine AZV unter Kolleginnen und Kollegen voranzutreiben. Unsere Forderung lautet: Her mit der 30-Stunden-Woche – bei vollem Lohn- und Personalausgleich!
Die Umsetzung dieser Forderung, also die Verkürzung und Umverteilung, ist im Interesse aller Teile der Arbeiterklasse.

Für die Arbeitenden bedeutet sie: Abbau von Überstunden und Stress, Sicherung der Arbeitsverträge, Aufstockung erzwungener Kurzarbeit.

Für einen Teil der Erwerbslosen bedeutet sie: Heraus aus der Arbeits- und Erwerbslosigkeit, der Ärmlichkeit und entwürdigenden Abhängigkeit vom Hartz-IV- Regime.
Klar ist dabei aber auch: Die Forderung nach AZV wendet sich gegen die Profitinteressen des Großkapitals. Ihre Durchsetzung ist somit ein Ausdruck von Kräfteverhältnissen, die sich hierzulande vor allem in einer Offensive des Kapitals gegen die Arbeiter – hier und in der EU – darstellen. Der Kampf um eine AZV wird also nicht „vom Himmel fallen“ oder durch den Wahlzettel bei Wahlen entschieden.
Vor den lohnabhängig Beschäftigten liegt vielmehr ein langer Weg und die erfolgreiche Durchsetzung der AZV baut auf Beharrlichkeit, (neuen) Erfahrungen und vor allem die Solidarität der Lohnabhängigen. Und bei diesem Weg wird es auch um mehr gehen als Arbeitszeitverkürzung: Es wird um Mindestlohn gehen, um Widerstand gegen die Rente mit 67. Es wird um Widerstand gegen Nationalismus, Rassismus, Demokratie- und Sozialabbau gehen. Und es wird um die Erringung einer Gesellschaft ohne Ausbeutung, Erwerbslosigkeit und Massenverarmung gehen – um eine sozialistische Gesellschaft.

Diese Broschüre will dazu mit Fakten und Argumenten einen Beitrag leisten und zur Diskussion einladen.

Olaf Harms,
Mitglied des DKP-Sekretariats und verantwortlich für den Arbeitsbereich Betrieb & Gewerkschaften

Quelle: news.dkp.de

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