Die Rolle der Partei im Großen Vaterländischen Krieg

Posted on 26. Mai 2015 von


Referat von Dr. Michail Kostrikov auf der Konferenz des DKP-Parteivorstandes unter dem Motto „8. Mai 2015: Tag der Befreiung vom Faschismus – Der Kampf geht weiter! Rolle und Aufgaben der Kommunistischen Partei im antifaschistischen Kampf gestern und heute“. Michael Kostrikov ist Sekretär des ZKs der Kommunistischen Parteu der Russischen Föderation (KPRF)

kaempfende-parteiSehr geehrte Genossen!
Ich beginne meinen Vortrag mit einem Zitat:

«1. Politische Aktivisten und Führer (Kommissare) sind zu liquidieren.
2. Wenn sie von der Armee gefangen genommen werden, hat jeder Offizier, der zur Verhängung von Disziplinarstrafen befugt ist, über die Liquidierung der betreffenden Person zu verfügen. Für eine solche Entscheidung ist es hinreichend, dass die betreffende Person ein politischer Funktionär war.
3. Politische Kommissare werden nicht als Kriegsgefangene anerkannt und sind spätestens in den Transitlagern zu liquidieren. Kein Transport ins Hinterland.»

Befehl des Stabschefs des Oberkommandos der Wehrmacht Wilhelm Keitel vom 12. Mai 1941 (der sog. “Kommissarbefehl”)

Aus politischen Gründen führten russische Historiker in den letzten Jahren fast keine Untersuchungen der Rolle der Kommunistischen Allunions-Partei (Bolschewiki) (WKP(B)) im Grossen Vaterländischen Krieg durch. Gleichzeitig versuchen die staatliche Propaganda und das Kino, ein negatives Bild des Armeekommissars oder Parteikaders zu zeichnen. Sie werden in der Regel in der Rolle des Bösewichts dargestellt. Dies wird im Einklang mit den bürgerlichen propagandistischen Behauptungen über “den Sieg des Volkes, Stalin und den Kommunisten zum Trotz” getan.

Allerdings wird es jetzt immer schwieriger, unserem Land den Mythos über die Identität des Hitlerregimes mit der Stalinschen Führung in der UdSSR aufzuzwingen. Heute wird es in Russland nicht nur für den professionellen Historiker, sondern auch für den einfachen Menschen immer einfacher zu verstehen, dass die Entstehung des Hitlerregimes kein Zufall war. Es war die Antwort des Imperialismus auf die Entstehung der UdSSR. Deutschland wurde zur Waffe gegen den ersten sozialistischen Staat der Welt gemacht, genauso wie heute versucht wird, die Ukraine zum Rammbock gegen Russland zu machen. Das Kapital hat das deutsche Volk genauso geopfert, wie es heute das Volk der Ukraine opfert.

Die Hitlerpropaganda versuchte, die sowjetische Gesellschaft zu spalten, indem sie die WKP(B) und die Volksmassen gegeneinander stellte. Zu diesem Zweck verbreitete sie die Mythen vom Präventivcharakter des Krieges gegen die UdSSR, sowie davon, dass es das Ziel der Nazis gewesen sei, Russland von der “jüdisch-bolschewistischen Führung” zu befreien. Diese Propaganda ist gescheitert. Das Volk und die regierende Partei der Bolschewiki bewahrten in den Jahren des Grossen Vaterländischen Krieges ihre Einheit. Dies war der Schlüssel zum Sieg.

Zu Kriegsbeginn hatte die WKP(B) etwa 3,9 Mio. Mitglieder, die in 205 Tsd. Primärorganisationen gegliedert waren. Mehr als die Hälfte der Parteimitglieder sind Ende der 30er bis Anfang der 40er Jahre in die Partei eingetreten. Die Partei der Bolschewiki war jung, eine Tradition noch aus vorrevolutionärer Zeit. Zu Kriegsbeginn waren weniger als 5% ihrer Mitglieder und der Anwärter für die Mitgliedschaft über 50 Jahre alt. Am zahlreichsten war die Altersgruppe von 25 bis 35 Jahren vertreten, die zusammen mit der Jugend bis 24 Jahre etwa 62% ausmachte. Über ein Drittel der Parteimitglieder war im Alter von 36 bis 50 Jahren. Unter den Kommunisten gab es etwas mehr als 15% Frauen. Die WKP(B) vereinigte Vertreter praktisch aller Völker der UdSSR. Nach der sozialen Herkunft überwogen die Arbeiter und Bauern, die zwei Drittel stellten. Das Bildungsniveau der Kommunisten lag über dem der Gesamtbevölkerung, obwohl das schwere Erbe des zaristischen Russlands in dieser Frage immer noch eine Rolle spielte: über 60% der Kommunisten waren wenig alphabetisiert oder hatten eine Grundschulbildung, eine mittlere oder unvollständige (siebenjährige) mittlere Bildung hatte nur ein Drittel, eine höhere Bildung lediglich etwas mehr als 6%. Somit bestand die Partei hauptsächlich aus der Generation, die schon von der Sowjetmacht erzogen wurde. Die Mehrheit ihrer Mitglieder war ideologisch hochmotiviert. Dies führte dazu, dass die Kommunisten zu Kriegsbeginn die Rolle der Avantgarde des Kampfes mit den faschistischen Eroberern übernahmen.

Schon in den ersten Kriegstagen beschloss das Politbüro des ZK der WKP(B) Maßnahmen über die Auswahl von Kommunisten als “Politkämpfer” zur Stärkung der Moral der Truppe. Die Politkämpfer hatten größtenteils eine höhere und mittlere Bildung, es war die Elite der sowjetischen Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einer entsprechenden Vorbereitung sollten sie niedere Offiziere und Politkader werden. Aber wegen der hohen Verluste in der Anfangsphase des Krieges wurden sie oft in großen Gruppen in diejenigen Truppenteile geschickt, die in den Kämpfen am meisten gelitten hatten, und sofort ins Gefecht geworfen. Die Gesamtzahl der Politkämpfer belief sich auf über 130 Tsd. Mann. In den frontnahen Gebieten stellten die Kommunisten den Grundstock der Einheiten der sowjetischen Parteikader, der kommunistischen Bataillone und der Zerstörungstruppen, der Arbeitergarde und der Volksmiliz. Wir merken an, dass die Volksmiliz kein schlecht bewaffneter Haufen Zivilisten war. Sie wurde nach den Richtlinien der Roten Arbeiter- und Bauernarmee formiert und bewaffnet und hatte ausgebildete Offizierskader. Dem Beispiel der Kommunisten folgend, traten auch viele Parteilose in die Volksmiliz ein.

Im ersten Kriegsjahr schickte die WKP(B) über ordentliche oder spezielle Mobilisierungen mehr als 40% der Vorkriegsmitglieder der örtlichen Parteiorganisationen in die Streitkräfte, über 1344 Tsd. Mann. Das stärkte die Armee und festigte ihre Kampfkraft. In den schweren Kämpfen des ersten Kriegsjahrs kamen etwa 634 Tsd. Kommunisten um, starben an ihren Verletzungen oder galten als vermisst. In der allerschwersten Kriegsphase war die Partei ein Vorbild der Selbstlosigkeit für die Völker der UdSSR und bezahlte dafür einen hohen Preis.
Zehntausende Kommunisten blieben freiwillig auf dem vom Feind besetzten Gebiet, um den Widerstand des Volkes gegen die Besatzer zu führen. Gegen Ende des ersten Kriegsjahrs waren über 65 Tsd. Kommunisten in Partisaneneinheiten und im Untergrund tätig. Außerdem vermochte ein Teil der 69 Tsd. Kommunisten, denen die Evakuierung nicht gelang und die ohne Auftrag auf okkupiertem Gebiet zurückgeblieben waren, sich selbst zu organisieren und auch am Kampf gegen die Besatzer teilzunehmen. Die Faschisten errichteten in den besetzten Gebieten nicht nur ein brutales Terrorregime, sondern versuchten auch, ideologisch auf die Bevölkerung einzuwirken. Die imaginäre Mehrparteiigkeit von Kollaborateuren und die Gründung von profaschistischen und nationalistischen Pseudoparteien und Gruppen wurde geduldet und sogar gefördert. Es ist anzumerken, dass die heutigen Nazis in der Ukraine Nachfolger von einigen dieser Gruppen darstellen. Aber alle Versuche, die Politik des Terrors und des Raubes zu verschleiern und den Einfluss der Kommunisten im Volke zu schmälern waren erfolglos. Das Mitgefühl und die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung galt den Kommunisten im Untergrund und den Partisanen.

Im Hinterland der besetzten Gebiete waren im Untergrund Dutzende Gebietskomitees, Hunderte Bezirks-, Stadt- und Kreiskomitees und Parteizentren, Organisationen, Gruppen und Komsomoleinheiten aktiv. Sie versetzten den Faschisten empfindliche Schläge: überfielen feindliche Garnisonen, führten Sabotageakte an Bahnstrecken aus und vernichteten Kollaborateure. Charakteristisch war die Wiederherstellung der Sowjetmacht auf den von den Partisanen im Hinterland der Faschisten befreiten Territorien, den Partisanengebieten. So befanden sich im Sommer 1943 über 200 Tsd. km2 sowjetischen Gebiets unter der vollen Kontrolle der Partisanen. Dabei waren die Möglichkeiten der Zentralmacht, auf die Situation Einfluss zu nehmen, recht beschränkt. Die Wiederherstellung der Organe der Sowjetmacht kam größtenteils von “unten”, es war eine Initiative des Volkes selbst. Eine führende Rolle spielte dabei die Autorität der Kommunisten.

Die Führungsebene der WKP(B) teilte auch die Lasten des Krieges. Fast die Hälfte der Mitglieder des Zentralkomitees war mit Tätigkeiten betraut, die Bezug zum Krieg und zur Kriegspolitik hatten. Viele ZK-Sekretäre der Kommunistischen Parteien (der Sowjetrepubliken, Anm. d. Übers.), der Gebiets- und Bezirkskomitees wurden Mitglied der Kriegsräte der Fronten und Armeen, führten den Kampf im Hinterland der besetzten Gebiete. Zu Kriegsbeginn wurden über 500 ZK-Sekretäre der Kommunistischen Parteien der Sowjetrepubliken, der Gebiets-, Bezirks-, Stadt- und Kreiskomitees, 1265 andere zur Nomenklatura des ZK gehörende Mitarbeiter, etwa 300 Mitarbeiter des Apparats des ZK mobilisiert. Alle wehrtauglichen Besucher der zentralen und örtlichen Parteischulen wurden den Politorganen der Armeen zur Verfügung gestellt. Während des Krieges wechselten auf Anweisung des ZK insgesamt etwa 14 Tsd. Kommunisten aus der Führungsebene zur parteipolitischen Arbeit in die Rote Armee.

Im Großen Vaterländischen Krieg nahmen mehr als die Hälfte der Parteimitglieder am bewaffneten Kampf mit dem Faschismus teil. Etwa 2 Mio. Kommunisten kamen bei den Kämpfen um, starben an Verletzungen, wurden vermisst gemeldet. Seite an Seite mit den Parteimitgliedern kämpften 11 Millionen Komsomolzen. Bis zu 25% der Mannstärke der Roten Armee und der Kriegsflotte waren Mitglieder des Komsomol. Bis zu 40% aller Komsomolzen des Landes waren an der Front. Die Teilnahme der Parteimitglieder und Komsomolzen an den Kämpfen, ihr Heldenmut zementierten die Autorität der Partei und stärkten ihren Einfluss, sie erhöhten die gesellschaftliche Bedeutung des Status des Kommunisten. “Wenn ich fallen sollte, möchte ich als Kommunist gelten!” Diese Zeilen wurden vor dem Gefecht von Tausenden Soldaten niedergeschrieben. Sie empfanden die Möglichkeit, zur Partei W.I. Lenins zu gehören, als allerhöchste Auszeichnung für Mut und Heldentum.
Im Kriege fand die Aufnahme in die Partei vorrangig über die Organisationen der Streitkräfte statt. Um den Kämpfern an der Front den Eintritt in die Reihen der WKP(B) zu erleichtern, wurden die Aufnahmebedingungen geändert. Die Frontbedingungen erlaubten es, einen Kameraden nicht mehr nur in einem Jahr, sondern während eines Kampfes einzuschätzen, deshalb wurde die Befristung des Status des Anwärters bis auf drei Monate verkürzt. Das Recht zu Empfehlungen für neu in die Partei Eintretende hatten nun nicht mehr nur Kommunisten mit dreijähriger Mitgliedschaft, wie im Statut festgeschrieben ist, sondern bereits mit einjähriger Mitgliedschaft. Zum Ende des Krieges waren über 3 Mio. Mitglieder und Anwärter auf die Parteimitgliedschaft in den Reihen der Streitkräfte.

Das gesamte System der Parteiorgane in der Armee wurde von der Politischen Hauptverwaltung geführt, die als Abteilung des ZK der WKP(B) fungierte. Den Vorsitz hatte der Anwärter auf die Politbüromitgliedschaft, ZK-Sekretär A.S. Schtscherbakow inne (zeitgleich war er der Erste Sekretär des Moskauer Gebiets- und des Moskauer Stadtkomitees der WKP(B) und leitete die ZK-Abteilung für Auslandsinformation). Alexander Sergeevitch arbeitete unter kolossaler Überanstrengung seiner Kräfte und überlebte den Krieg nur um einen Tag: er verstarb in der Nacht zum 10. Mai 1945.

Zu Kriegsbeginn wurde in der Roten Arbeiter- und Bauernarmee eine außerordentliche Form der Parteiführung eingeführt: Kriegskommissare in Bataillonen, Divisionen, auf Schiffen, in allen Stäben, Militärschulen und -behörden. In den Regimentern, Batterien und Flotillen waren Politleiter tätig. Zu den Aufgaben der Kriegskommissare gehörte die politische Erziehung der Soldaten und Offiziere, die Leitung der Politorgane und der Partei- und Komsomolorganisationen, die Kontrolle der Ausführung der Befehle der Vorgesetzten. Im Herbst 1942 wurde klar, dass die durch den unglücklichen Kriegsbeginn hervorgerufene Krise in der Armee überwunden war, und das Amt der Kriegskommissare wurde abgeschafft. In der Roten Armee wurde die volle Einzelleitung eingeführt und das Amt des stellv. Kommandeurs für politische Fragen begründet (1943 wurde auch dieses abgeschafft). Die “Allmacht der Kommissare” in der Roten Armee ist somit ein bürgerlicher Propagandamythos.
Die Parteiorganisationen hatten auch im Hinterland eine zentrale Bedeutung, trotz des Verlustes ihrer besten Kader, die an die Front gegangen waren. Die Kommunisten spielten beim Aufbau der neuen kriegswirtschaftlichen Basis im Osten des Landes, in den die Betriebe aus den okkupierten Gebieten evakuiert worden waren, eine große Rolle. Zum großen Teil waren dies hochqualifizierte Arbeiter und Spezialisten. Allein im ersten Kriegsjahr verließen 378,5 Tsd. Kommunisten ihren Wohnort und standen den Betrieben zur Verfügung.

Die Zusammensetzung der Partei änderte sich während des Krieges. An die Stelle der gefallenen und aus verschiedenen Gründen ausgeschiedenen Kommunisten traten Millionen Neue. Etwa 5,1 Mio. Menschen wurden Anwärter auf eine Parteimitgliedschaft, etwa 3,3 Mio. Menschen traten in die Partei ein, 10,5 Mio. Menschen traten dem Komsomol bei. In der fürchterlichen Zeit des Krieges wurde der Parteieintritt ein Mittel, sein Streben auszudrücken, unter den aktiven Verteidigern der Heimat zu sein.

Das Schicksal der Kinder der höchsten Parteiführer, der Mitglieder des Politbüros, ist ein charakteristisches Beispiel dafür, dass die WKP(B) die Bürde des kämpfenden Volkes teilte. Beide Söhne von I.W. Stalin waren in der Armee. Jakov, Oberleutnant, Kommandeur einer Batterie eines Haubitzenregiments, war bereits zwei Tage nach Kriegsbeginn an der Front. Mitte Juli 1941 wurde seine Einheit eingekesselt und er geriet in Gefangenschaft. Das Schicksal Jakovs war wie das vieler anderer sowjetischer Kriegsgefangener tragisch. Er wurde in verschiedene Konzentrationslager verbracht, weigerte sich aber rundheraus, mit den Faschisten zusammen zu arbeiten. Im Jahre 1943 kam er bei einem Fluchtversuch aus dem KZ Sachsenhausen ums Leben. Es existiert die Legende, dass man Stalin vorgeschlagen hat, seinen Sohn gegen den in Stalingrad gefangen genommenen Feldmarschall Paulus auszutauschen. Es gibt keine direkten Beweise dafür, aber die Memoiren von Stalins Tochter Swetlana Alliluewa enthalten folgende Episode: ihr Vater teilte ihr in einem Gespräch mit, dass Hitlers Führung ihm vorgeschlagen hat, Jakov gegen “einen der Ihren” auszutauschen. Swetlana Alliluewa zufolge lehnte Stalin dies mit den Worten “Krieg ist Krieg” ab. Der jüngere Sohn Stalins Wassili war Jagdflieger und kämpfte seit dem Sommer 1942. Er schoss zwei gegnerische Flugzeuge persönlich ab und drei mit seiner Staffel. Wassili wurde schwer am Bein verletzt und wurde danach Fluglehrer.

Alle drei Söhne von Stalins engem Mitstreiter A.I. Mikoyan, Stepan, Wladimir und Alexej, waren Kampfpiloten und schlugen sich an der Front. Wladimir kam 1942 bei Stalingrad um. Sergo Berija, der Sohn des Volkskommissars des Innern L.P. Berija, absolvierte während des Krieges die Aufklärerschule und wurde zum Funker ausgebildet. Er nahm an Operationen im Nordiran und in Kurdistan teil, wo die sowjetischen Truppen zusammen mit den Engländern eine deutsche Invasion zur Eroberung der Erdölvorkommen vereitelten. In den Jahren 1944-45 diente Sergo Berija in Einheiten der 4. und 1. Ukrainischen Front. Leonid Chruschtschow, der Sohn von N.S. Chruschtschow, war ein Kampfpilot und wurde schwer verwundet. Im Hinterland wurde er in einen tragischen Vorfall verwickelt: er war schuld am Tod eines Menschen. Leonid wurde zu 8 Jahren Freiheitsstrafe mit Vollzug an der Front verurteilt. Er kam 1943 in einem Luftkampf um und galt als vermisst. Die Absturzstelle seines Flugzeugs wurde erst im Jahre 2000 von freiwilligen Suchtrupps gefunden. Diese stellten auch die Personalien des gefallenen Piloten fest, es war Leonid Chruschtschow. Der Sohn Wladimir des Politbüromitglieds A.A. Andreew war Navigator in einem Langstreckenbomber. Der Sohn von A.A. Zhdanow Juri diente in der Politischen Hauptverwaltung der Roten Armee. K.E. Woroschilow und seine Frau hatten keine eigenen Kinder und zogen Adoptivkinder groß. Einer von ihnen, Peter, war Panzerkonstrukteur und arbeitete im berühmten Tscheljabinsker “Tankograd”, dem größten Werk zur Fertigung schwerer Panzer. Die Woroschilows zogen auch den Sohn und die Tochter des 1925 verstorbenen sowjetischen Armeekommandeurs M.W. Frunze groß. Timur Frunze, Kampfflieger, kam in der Schlacht von Moskau ums Leben. Die Söhne von G.M. Malenkow haben nicht gekämpft, einer von ihnen war zu Kriegsbeginn 4 Jahre alt, der andere 2.

Die höchste sowjetische Parteiführung teilte vollständig das Schicksal des kämpfenden Volkes. Genau deshalb blieb ihre Autorität selbst in den allerschwersten Kriegstagen unangefochten.
Die Kommunistische Allunions-Partei der Bolschewiken wurde zum führenden Organisator der Zerschlagung der Faschisten und zum Beispiel der Widerstandsbewegung in Europa.
Der Sieg der UdSSR über den Faschismus war der erste Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab. Ich bin mir sicher, dass es nicht der letzte ist.

übernommen von news.dkp.de

 

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